Tagesgeldkonto
Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto, über dessen Guthaben der Inhaber jederzeit verfügen kann. Auch die Kündigungsfrist, wie sie bei einem Sparbuch üblich ist, fällt bei einem Tagesgeldkonto weg.
Die Vorteile eines Tagesgeldkonto liegen also auf der Hand: Das Guthaben ist jederzeit verfügbar, es gibt keine Kündigungsfristen, aber dafür eine recht hohe Verzinsung. Gegen ein Tagesgeldkonto spricht nur die Möglichkeit, dass die Bank jederzeit den Zinssatz ändern kann. Außerdem ist ein Tagesgeldkonto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr vorgesehen, das heißt es können keine Überweisungen oder Lastschriftverfahren getätigt werden und auch das Abheben des Geldes an einem Automat ist nicht bei jedem Tagesgeldkonto möglich. Noch ein Unterschied, den es bei einigen Banken gibt, ist die Auszahlung der Zinsen.
Einige machen dies einmal im Jahr, andere vierteljährlich oder monatlich, so dass der Anleger mit den Zinsen arbeiten kann bzw. wieder Zinsen auf seine Zinsen bekommt. Bei diesem Konto gibt es nicht nur einen guten Zinssatz, der in der Regel bei 2-4% liegt, sondern auch eine relativ hohe Sicherheit auf das angelegte Geld, denn Tagesgeldkonten unterliegen der Einlagensicherung. In der EU ist eine Einlagensicherung auf 90% der Einlage festgelegt, jedoch nur bis 20.000€, darüber kann jedes Land selbst entscheiden, wie weit es die Einlagen sichert. Deutschland hat sich nur auf die Mindestgrenze von 20.000€ festgelegt, dagegen sind Einlagen auf Tagesgeldkonten in Italien bis zu 103.000€ gesichert. Trotz des kleinen Nachteils erfreuen sich Tagesgeldkonten großer Beliebtheit, vor allem bei den jüngeren Kontoinhabern, da sie eine hohe Verzinsung versprechen und jederzeit das Geld verfügbar ist, so dass der Kunde damit sehr flexible umgehen kann.